| Bericht des Landesoberschützenmeisters |
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| Freitag, den 03. August 2012 um 07:50 Uhr |
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Liebe Schützenkameraden! Die olympischen Sommerspiele 2012 wurden eröffnet und bereits am ersten Tag der Spiele haben wir unsere Hoffnungen voll auf Stefanie Obermoser gerichtet. Sie hat bereits vor den Spielen zum Ausdruck gebracht, welche Bedeutung für sie die Teilnahme an den Spielen hat, wie froh sie ist, sich qualifiziert zu haben und wie sie in den Wettkampf gehen wird. Sie hat mit ihren 23 Jahren in ihren Auftritten, Interviews und Aussagen vor den Spielen nie daneben gegriffen, sie hat sympathisch gewirkt, menschlich gefestigt, zielstrebig und leistungsorientiert, ohne dabei verbissen und egoistisch zu wirken. Und ich weiß, dass das nicht immer leicht ist. Sie hat damit sich selbst, ihre Angehörigen, ihre Gilde, den TLSB und den ÖSB in hervorragender Weise präsentiert; schon deshalb darf ich, der sich an ihren Leistungen keinerlei Anteil zuschreibt oder sich in ihrem Lichte sonnen will, im Stillen stolz auf sie sein. Dass ein solches Auftreten nicht jedermann immer gegeben ist, verstehe ich. Ich weiß, wie schnell etwas gesagt ist, was man nicht so oder nicht in dieser Form sagen wollte. Von erfahrenen Sportlern erwartet man sich diesbezüglich auch Vorbildwirkung für den Nachwuchs. Und da sei es mir gestattet zu sagen, dass mir doch einige Aussagen vor Olympia, die ich mir genau angesehen und vermerkt habe, nicht wirklich gefallen konnten. Ich will sie nicht hier breittreten und es ist nicht meine Art, öffentlich interne Dinge zu diskutieren, aber als Landesoberschützenmeister habe ich schon die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass das Ansehen in Verband und Organisation, aber insbesondere in die Sportart des Schießens erhalten, ja gesteigert wird. Da wird es nach den Spielen doch einiges zu besprechen geben und hier herrscht mit dem ÖSB auch volles Einvernehmen. Aber auch abseits vom großen Olympia hat es in den letzten Wochen im Schützenland Tirol, ohne dass ich direkt eingebunden war, durchaus heftig ausgetragene Meinungsunterschiede gegeben. Auch das soll nicht unangesprochen bleiben. Jeder Funktionär muss Kritik ertragen, ja Kritik eröffnet Potenziale zur Verbesserung. Entscheidend ist aber die Art und Weise, wie Kritik vorgebracht wird und dass man dabei auch in der Lage ist, sich in die Sichtweise des Anderen zu versetzen. Jeder hat die Möglichkeit, sich einzubringen, selbst Hand anzulegen, mitzuziehen und damit zu helfen. Aber jene, die das nicht tun, sodass da und dort oft nicht einmal mehr notwendige Besetzungen von Funktionen erfolgen können, um wichtige Dinge voranzutreiben, sollten ganz besonders acht geben, wie sie Kritik vorbringen; und ich betone das wie – dass sie vorgebracht werden soll, steht außer Zweifel. Das ist deshalb so bedeutsam, weil sich ansonsten bald niemand mehr bereit erklären wird, Funktionen zu übernehmen; denn sich Arbeit und Mühe aufzulasten, ist das eine, sich dafür dann aber noch Magengeschwüre hochzuziehen, das andere. Und dabei habe ich noch überhaupt nicht das in unserem Schützenwesen so bedeutende Prinzip der Kameradschaft angesprochen. Schönen August noch euer Dr. Christoph Platzgummer Landesoberschützenmeister |






