Weltcup in Granada

Der erste von gesamt vier großen ISSF Weltcups in diesem Jahr fand von 07. bis 12. April 2026 im spanischen Granada statt. In den olympischen Disziplinen mit Luft- und Kleinkalibergewehr, sowie den Pistolenbewerben gingen zwölf österreichische Gewehr- und zwei PistolenschützInnen gegen die internationale Konkurrenz an den Start.

Für Tirol starteten Jasmin Kitzbichler (SG Thierberg), Rebecca Köck (SG Absam) und Olivia Hofmann (SG Hötting – RPO) mit dem Luftgewehr bei den Frauen. Patrick Entner (SG Breitenbach) und Dominic Einwaller (SG Sportschützen Scheffau – RPO) vertraten Tirol bei den Männern.

Jasmin Kitzbichler

Mit dem Kleinkalibergewehr gingen ebenfalls Hofmann, Köck und Kitzbichler bei den Frauen an den Start – Andreas Thum (SG Fügenberg) und Johannes Kuen (SG Thaur – RPO) gaben ihr Bestes in der Männerwertung.

Zu Beginn standen die Mixed Team Bewerbe mit Luftgewehr und Luftpistole auf dem Programm. Unter 43 Teams gingen mit Rebecca Köck und Patrick Entner, sowie Marlene Baumgartner (OÖ) und Martin Strempfl (STMK) zwei österreichische Duos an den Start. Beide brachten absolut ringgleich 629,3 Ringe auf die Scheibe und platzierten sich damit auf den guten Rängen elf und zwölf. Jeweils 2,8 Ringe fehlten auf einen möglichen Einzug in das Match um Bronze. Gold ging in dieser Disziplin an das Team aus China.

Patrick Entner

Am Donnerstag wurden im Zuge des ISSF Weltcup in Granada die Entscheidungen in den Einzelbewerben der Luftgewehr-Männer durchgeführt. Der Steirer Martin Strempfl konnte sich in der Qualifikation des Luftgewehr-Einzelbewerbs der Männer mit 632,6 Ringen auf Rang sieben platzieren und sicherte sich damit klar einen Platz im Finale. Insgesamt gingen 85 Athleten in dieser Wertung an den Start. Der Breitenbacher Patrick Entner brachte 628,6 Ringe auf die Scheibe und konnte mit Rang 35 als jüngster ÖSB-Schütze das zweitbeste Resultat erzielen. Dominic Einwaller (SG Sportschützen Scheffau) erreichte Platz 70. Im Finale der besten acht konnte Strempfl zu Beginn noch mit der Konkurrenz mithalten, musste sich jedoch letztendlich mit Rang sieben zufrieden geben. Der Sieg ging an den Chinesen Lihao Sheng.

Dominic Einwaller

Die Vorentscheidung im KK-Dreistellungsmatch der Frauen fiel in der Elimination am Donnerstag. Von 75 Schützinnen, die in zwei Durchgängen an den Start gegangen waren, qualifizierten sich die besten 46 für den Start im Grunddurchgang. Dies gelang von den vier Österreicherinnen lediglich Rebecca Köck. Köck startete in der Qualifikation mit 196 Ringen in der Kniendstellung und lag damit unter den besten 20 Schützinnen in dieser Konkurrenz. Im Liegend konnte sich die Tirolerin mit 198 Ringen weiter steigern, fiel dann jedoch mit 192 Ringen im Stehend wieder etwas zurück. Sie beendete den Bewerb mit gesamt 586 Ringen, die ihr den 23. Rang einbrachten. Drei Ringe fehlten ihr dabei auf ein Top-acht-Resultat und damit auf die Finalqualifikation. Gold ging auch in dieser Wertung an China.

Am Sonntag wurden die Entscheidungen im 3×20 Dreistellungskampf der Männer, sowie bei den Luftgewehr-Frauen herbeigeführt. Der Vorarlberger Thomas Mathis brachte starke 590 Ringe im Grunddurchgang auf die Scheibe und erreichte damit unter 46 Schützen den undankbaren 11. Gesamtrang. Aufgrund der extrem hohen Leistungsdichte lagen zwischen Rang eins und Rang 13 lediglich drei Ringe, weshalb von den vier von gesamt fünf Österreichern, die sich in der Elimination für den Grunddurchgang qualifiziert hatten, keiner das Finale der besten acht Schützen erreichen konnte. Auch der Niederösterreicher Alexander Schmirl konnte mit ringgleichen 590 Punkten ein ähnlich starkes Ergebnis wie Mathis erzielen und scheiterte an einer Teilnahme im Finale lediglich aufgrund der geringeren Anzahl an Innenringzehner. Schmirl belegte final Platz 13, Patrick Diem (VBG) Platz 25 und der Fügenberger Andreas Thum den 39. Gesamtrang.

Andreas Thum

Bei den Luftgewehr-Frauen lagen die Ergebnisse der Österreicherinnen im guten Mittelfeld. Jasmin Kitzbichler erreichte als beste Österreicherin Platz 31, gefolgt von Marlene Pribitzer (OÖ) auf Rang 40. Olivia Hofmann belegte Platz 55, Rebecca Köck Rang 59 und Marlene Baumgartner den 73 Gesamtrang von 93 Teilnehmerinnen.

Olivia Hofmann

Im Mai geht es für unsere ÖSB-Schützinnen mit den Kleinkaliber-Bewerben auf die 25m / 50m / 300m Distanz weiter – bei den Europameisterschaften in Osijek (Kroatien).

Ergebnisse

Bericht: Anna-Susanne Paar
Bilder: Christian Kramer