Anfang Juli fand der erste Durchgang des diesjährigen LAPUA Europacup auf die 300m Gewehr-Distanz in Zagreb statt. Für Tirol gingen mit Jasmin Kitzbichler (SG Thierberg), Andreas Thum (SG Fügenberg), Dominic Einwaller (SG Sportschützen Scheffau) und Tobias Mair (SG Innervillgraten) vier AthletInnen an den Start.
Tag eins stand ganz im Zeichen der Wertungen mit dem 300m Standardgewehr. Der Fügenberger Andreas Thum schoss sich mit 585 Ringen auf den zweiten Platz und musste sich mit zwei Ringen Rückstand lediglich dem Schweizer Giles Dufaux geschlagen geben, der Gold gewann. Tobias Mair und Dominic Einwaller landeten mit 577 und 571 Ringen auf den Plätzen fünf und sieben. Im Teambewerb holten Thum und Einwaller gemeinsam mit Patrick Diem (VBG) die Silbermedaille hinter der Auswahl aus der Schweiz.

Am zweiten Wettkampftag wurden die Entscheidungen im 3×20 Dreistellungskampf (Einzel und Team) für Frauen und Männer gefällt. Die beiden Österreicherinnen Verona Fölzer (STMK) und Jasmin Kitzbichler (T) landeten mit 581 bzw. 579 Ringen auf den Plätzen sieben und acht.
Stark zeigte sich Andreas Thum bei den Männern: mit 591 Ringen gab sich Thum, der bereits bei den Europameisterschaften auf die 300m Distanz aufgezeigt hatte, gegenüber der Konkurrenz keine Blöße und holte souverän Gold. Dominic Einwaller (584 Ringe) und Tobias Mair (576 Ringe) erreichten die Ränge fünf und 11. Als Mannschaft blieb Team Österreich damit ungeschlagen und eroberte mit Andreas Thum, Alexander Schmirl und Patrick Diem klar Platz eins vor der Schweiz.
Mit den Liegend-Bewerben fanden die Wettkämpfe in Kroatien am Freitag und Samstag ihren Abschluss. In der Frauenwertung erreichte Jasmin Kitzbichler mit 588 Ringen als beste Österreicherin Platz vier und verpasste damit knapp eine Podestplatzierung. Verona Fölzer landete final auf Rang neun. Andreas Thum zeigte einmal mehr seine Stärke auf die 300m Distanz und eroberte in einem knappen Zweikampf gegen den Schweizer Pascal Bachmann-Senti mit 594 Ringen Platz drei und damit Bronze – lediglich zwei Innenringzehner brachten hier die Entscheidung zugunsten des Schweizers. Dominic Einwaller und Tobias Mair erreichten die Plätze 14 und 17. Als Team verpassten Andreas Thum, Alexander Schmirl und Dominic Einwaller um nur einen Ring die Goldmedaille und landeten hinter Polen auf Rang zwei.

Mit einem souveränen Auftritt von Klaus Gstinig im letzten Liegend-Bewerb am Samstag ließen die ÖSB-Schützen noch einmal aufhorchen: mit fünf von sechs Serien, die der Osttiroler mit 100 abschloss, wurden es letztendlich 599 Ringe und klar die Goldmedaille vor Alexander Schmirl und dem Polen Andrzej Burda. Andreas Thum und Tobias Mair landeten auf den Rängen 10 und 19.
Bericht: Anna-Susanne Paar
Bilder: Andreas Thum
