ISSF – Weltcup in Kairo

Kairo war in diesem Jahr der letzte Austragungsort für die diesjährige ISSF Weltcupserie, und auch diesmal nahm eine Delegation an Tiroler Schützen an den Gewehrdisziplinen teil. Den Anfang machten die Entscheidungen in den Mixed Teambewerben für Luftgewehr und Luftpistole am Samstag, den 10. Oktober. Für Tirol gingen Olivia Hofmann (SG Hötting) und Jasmin Kitzbichler (SG Thierberg) bei den Frauen, sowie Patrick Entner (SG Breitenbach) bei den Männern als RPO-Schützen im Luftgewehr-Einzel an den Start. Als Mixed Team stellte sich Kitzbichler gemeinsam mit Martin Strempfl (STMK) der Konkurrenz. Hofmann und Kitzbichler waren außerdem Teil der österreichischen Auswahl im 3×20 Dreistellungskampf, genauso wie Patrick Entner und Andreas Thum (SG Fügenberg), die beide als RPO-Schützen an den Start gingen. Die Ergebnisse dieses Weltcups fließen außerdem in das Olympic Ranking ein, über welches am Ende der Qualifikationsphase ab Mai 2028 jeweils ein personenbezogener Quotenplatz pro Disziplin vergeben wird.

Jasmin Kitzbichler

An Wettkampftag eins standen die Mixed-Team-Konkurrenzen mit Luftgewehr und Luftpistole auf dem Programm. 39 Mannschaften stellten sich in Kairo dem Luftgewehr Mixed Team, darunter zwei österreichische Duos. Mit 627,3 Ringen kam das beste Ergebnis von Marlene Pribitzer (312,3) und Thomas Mathis (315,0), die sich damit auf dem 20. Rang platzierten. Jasmin Kitzbichler (311,4) und Martin Strempfl (314,7) wurden 26. mit 626,5 Ringen.

Vier ÖSB-Athleten waren im 83 Teilnehmer umfassenden Luftgewehr-Bewerb der Männer vertreten. Diese gingen, aufgeteilt in zwei Durchgängen, ins Rennen. Im ersten fand der Steirer Martin Strempfl einen guten Start und war stets unter den Topschützen zu finden – gegen Ende sogar als Führender. Zuletzt schossen jedoch drei Schützen besser aus, so lag der Steirer mit 630,8 Ringen an der vorerst vierten Position seines Durchgangs und musste gebannt die Ergebnisse des zweiten abwarten. Mit Rang acht gelang dem 42-Jährigen dann letztendlich die hart erarbeitete Finalqualifikation, welche dieser mit dem starken fünften Gesamtrang abschloss. Der Vorarlberger Patrick Diem landete als Zweitbester des ÖSB-Teams auf dem 40. Platz (627,0 Ringe), Patrick Entner wurde 53. und Thomas Mathis 56.

Olivia Hofmann

Am Dienstag fielen in Kairo im Zuge des ISSF Weltcup die Entscheidungen im 3×20 Dreistellungskampf der Frauen. 59 Athletinnen starteten im Grunddurchgang, welcher von der Norwegerin Jeanette Duestad mit 592 Ringen angeführt wurde. Als beste Österreicherin konnte Olivia Hofmann mit 582 Ringen (195 im Kniend, 195 im Liegend und 192 im Stehend) Rang 32 belegen. Die Vorarlbergerin Marlene Pribitzer wurde gesamt 43. mit 580 Ringen, Verona Fölzer (STMK) erreichte Platz 53 und Jasmin Kitzbichler belegte Rang 59.

Mit dem 3×20 Dreistellungskampf der Männer, sowie dem Luftgewehr-Bewerb der Frauen fand der Weltcup in Kairo aus österreichischer Sicht seinen Abschluss. Besonders stark präsentierte sich RPO-Schütze Patrick Entner (SG Breitenbach), der in der Qualifikation mit 592 Ringen gleichauf mit den beiden Schützen vor ihm lag und sich über den starken dritten Rang freuen konnte. Trotzdem Entner als RPO-Schütze nicht für den Einzug in das Finale berechtigt war, konnte sich das ÖSB-Team über zwei weitere Schützen freuen, denen dies gelang: Mit Alexander Schmirl (NÖ) und Thomas Mathis (VBG), welche beide 590 Ringe auf die Scheibe brachten, konnten sich zwei Österreicher unter den Top acht platzieren und zogen in das Finale ein. Schmirl konnte das Finale auf Rang fünf beenden und Thomas Mathis erreichte letztendlich Platz sechs.

Bei den Luftgewehr-Frauen belegte Verona Fölzer (STMK) mit 627,8 Ringen und Platz 34 den höchsten Rang. Jasmin Kitzbichler erreichte Platz 37 und Olivia Hofmann wurde final 76.

Bericht: Anna-Susanne Paar
Bilder: ÖSB Franz Roth