Erfolgreiche EM in Estland!

Erfolgreiche EM in Estland!

Im Zuge eines seit Herbst 2022 andauernden Qualifikationsprozesses konnten sich für Österreich insgesamt 24 Nationalkaderathletinnen für die diesjährigen Europameisterschaften für Luftdruckwaffen in Tallinn / Estland qualifizieren.

Für Tirol gingen Olivia Hofmann (SG Hötting), Nadine Ungerank (SG Zell am Ziller), Rebecca Köck (HSV Absam), sowie Michael Höllwarth (SG Scheffau) und Tobias Mair (SG Innervillgraten) in den Luftgewehr-Disziplinen an den Start. Bei den JuniorInnen konnten sich für das Bundesland Tirol Paula Alberts (Sportschützen St. Johann), sowie Patrick Entner (SG Breitenbach) für die diesjährigen Europameisterschaften qualifizieren.

Gemeinsam mit Marlene Pribitzer, Sheileen Waibel und Patrick Diem (alle VBG), sowie Martin Strempfl (STMK) und Alexander Schmirl (NÖ) in der Allgemeinen Klasse, und Romina Cermak (STMK), Valerie Tauber (NÖ), Marlene Baumgartner (OÖ), Kiano Waibel und Dominik Rauer (beide VBG) bei den JuniorInnen gingen insgesamt 17 Luftgewehr-SchützInnen für Österreich an den Start.

In den Luftpistolen-Disziplinen traten mit Sylvia Steiner (SBG), Daniel Kral (NÖ) und Richard Zechmeister (B) in der Allgemeinen Klasse, sowie bei den JuniorInnen Melanie Djordjevic (VBG), den Brüdern Simon und Timon Kretzl (NÖ) und dem Oberösterreicher Korbinian Putz insgesamt sieben ÖSB-SchützInnen bei diesen Europameisterschaften an. Am ersten Tag der Europameisterschaften wurden in den Juniorenklassen die Mixed Team-Bewerbe mit der Luftpistole, sowie die Einzelwettkämpfe mit dem Luftgewehr durchgeführt. Für Österreich gingen mit der Luftpistole Melanie Djordjevic (VBG) und Korbinian Putz (OÖ) an den Start und erreichten als Mixed Team mit einem Gesamtresultat von 547 Ringen den 25. Rang unter insgesamt 30 Teams. Das ukrainische Duo erreichte 571 Ringe und damit die Tagesbestleistung – für einen Einzug in das Finale der besten acht Teams wären 562 Ringe nötig gewesen.

Mit Paula Alberts (Sportschützen St. Johann), Romina Cermak (STMK) und Valerie Tauber (NÖ) gingen heute drei Juniorinnen an den Start, die damit zeitgleich ihr Debüt bei einer Europameisterschaft absolvierten. Romina Cermak erzielte im Grunddurchgang ein Resultat von 622,8 Ringen und platzierte sich damit als beste Österreicherin auf dem 20. Rang in einem Starterfeld von insgesamt 67 Schützinnen. Die Oberösterreicherin Marlene Baumgartner, mit zwei WM- und einer EM-Teilnahme bereits erfahren bei internationalen Bewerben, erzielte 619,6 Ringe und erreichte damit Rang 43. Paula Alberts schoss sich mit 616,5 Ringen auf den 50. Rang und Valerie Tauber landete mit einem Resultat von 608,6 Ringen auf Platz 62.

Am zweiten Wettkampf-Tag wurden die Mixed Teambewerbe mit den Luftgewehr, sowie die Einzelbewerbe mit der Luftpistole durchgeführt. Patrick Entner (SG Breitenbach) konnte gemeinsam mit der Steirerin Romina Cermak im Team ein Resultat von 622,5 Ringen erreichen und sich damit auf Rang 10 platzieren. Kiano Waibel (VBG) und Valerie Tauber (NÖ) landeten mit 615,8 Ringen auf dem 26. Platz.

Mit der Luftpistole konnte sich der Niederösterreicher Timon Kretzl, der bereits bei den Europameisterschaften in Hamar (FIN) im vergangenen Jahr sensationell das Finale erreicht hatte, erneut mit 565 Ringen und damit Rang 15 im Einzelbewerb auf die beste Platzierung aus österreichischer Sicht schießen. Für eine Finalqualifikation fehlten ihm damit lediglich zwei Ringe. Luftpistolenschütze Korbinian Putz (OÖ) brachte 557 Ringe auf die Scheibe und platzierte sich damit auf dem 35. Rang. Simon Kretzl (NÖ) erzielte 547 Ringe und erreichte damit Platz 48. Als Richtwert in dieser Qualifikation galt das Ergebnis des Deutschen Noah Mauler, der mit 577 Ringen Tagesbestleistung erzielte. Bei den Juniorinnen ging für Österreich Melanie Djordjevich (VBG) mit der Luftpistole an den Start. 553 Ringe bedeuteten für das Debüt der Vorarlbergerin auf dem internationalen Schießsportparkett den 33. Rang bei einem Starterfeld von 54 Schützinnen.

Am Donnerstag war der letzte Auftritt der österreichischen JuniorInnen bei diesen Europameisterschaften. Dabei konnten unsere Luftgewehr-JuniorInnen mit jeweils einer Platzierung unter den besten Acht aufwarten: Patrick Entner (SG Breitenbach) konnte gemeinsam mit den beiden Vorarlbergern Kiano Waibel und Dominik Rauer bereits im ersten Durchgang ein Resultat von 927,6 Ringen erzielen und sich damit auf dem 5. Gesamtrang platzieren. Einen neuen europäischen Rekord erzielte die schwedische Mannschaft mit 935,4 Ringen. Im zweiten Durchgang erzielte das österreichische Trio 617,9 Ringe und reihte sich damit auf dem sechsten Rang ein, was den Einzug in eines der beiden Matches um Bronze bedeutete. Hier mussten die drei Österreicher gegen das starke Team aus Schweden antreten und erreichte mit 4:16 Punkten letztendlich den finalen sechsten Rang. Valerie Tauber, Romina Cermak und Paula Alberts konnten sich bei den Juniorinnen mit 931,5 Ringen im Grunddurchgang auf dem siebten Rang platzieren. Mit 620,4 Ringen in der zweiten Runde erreichten die drei ÖSB-Schützinnen letztendlich Platz acht.

Mit den Mixed Teamwettkämpfen mit dem Luftgewehr, sowie den Einzelbewerben mit der Luftpistole begann am Freitag der Auftritt der Allgemeinen Klasse bei den diesjährigen Europameisterschaften.

Dabei gingen als Mixed Team mit den beiden Tirolern Olivia Hofmann (SG Hötting) und Tobias Mair (SG Innervillgraten), sowie Sheileen Waibel (VBG) und Martin Strempfl (STMK), vier sehr erfahrene Schützen im Kampf um Gold an den Start. Hofmann und Mair erreichten gemeinsam 627,3 Ringe und erreichten damit den finalen siebten Rang, wobei ihnen nur vier Zehntelringe auf Platz sechs und damit den Einzug in eines der beiden Bronze Medal Matches fehlten. Sheileen Waibel und Martin Strempfl erzielten gesamt 623,0 Ringe und landeten damit auf dem 33. Rang von insgesamt 39 Mannschaften.

Bei den Luftpistolen-Einzelwettkämpfen der Frauen wurden an diesem Tag die ersten von gesamt 12 Quotenplätzen für die European Games in Krakau, sowie zwei Quotenplätzen für die Olympischen Spiele 2024 in Paris vergeben. Für Österreich ging die Salzburgerin Sylvia Steiner an den Start und belegte mit gesamt 572 Ringen den 10. Rang. Als eine der 12 besten Schützinnen in dieser Disziplin qualifizierte sich Steiner damit trotz einem verpassten Finaleinzug für die European Games und konnte diesen ersten Start damit bereits als Erfolg verbuchen.

Neben Nadine Ungerank, die sich bereits bei den Europameisterschaften in Breslau im Herbst 2022 für den 50m KK Dreistellungskampf qualifizieren konnte, ist Steiner damit die zweite Österreicherin, die bei diesjährigen Europaspielen antreten wird. Richard Zechmeister (BGLD) und Daniel Kral (NÖ) gingen abschließend mit der Luftpistole in der Männerklasse an den Start und erzielten mit 573 (Zechmeister) und 558 Ringen (Kral) die Plätze 33 und 62.

Mit den Einzelwettkämpfen mit dem Luftgewehr, sowie den Mixed Teambewerben mit der Luftpistole fanden die Europameisterschaften am Samstag ihre Fortsetzung in der Allgemeinen Klasse, und mit drei Quotenplätzen für die European Games in Krakau konnte dieser Tag als weiterer Erfolg für das ÖSB Team verbucht werden. Doch der Reihe nach: den Anfang machten Sylvia Steiner und Richard Zechmeister, die als Mixed Team für Österreich mit der Luftpistole an den Start gingen. Als amtierende Weltmeister bei den Meisterschaften im vergangenen Herbst in Kairo war die Motivation dementsprechend hoch. Mit einem Gesamtresultat von 573 Ringen kamen die beiden an ihr WM-Ergebnis jedoch nicht heran und verpassten um zwei Ringe den Einzug in das Match um die Bronzemedaille. Gold ging an das Duo aus Serbien, das sich gegen Italien mit 17:9 durchsetzen konnte.

Unter 85 Schützinnen konnte die Vorarlbergerin Marlene Pribitzer mit 629,1 Ringen eine persönliche Bestleistung im Luftgewehr-Einzelwettkampf der Frauen erzielen: sie platzierte sich final auf dem 10. Rang und holte damit einen der begehrten Quotenplätze für die European Games. Den Finaleinzug der besten acht Schützinnen verpasste sie dabei um knappe zwei Zehntelringe. Die weiteren Platzierungen aus österreichischer Sicht: Sheileen Waibel (621,6 Ringe – Platz 56), Olivia Hofmann (621,3 Ringe – Platz 60) und Rebecca Köck (619,1 Ringe – Platz 65). Nadine Ungerank holte in diesem Bewerb Rang 76.

Bei den Luftgewehr-Männern war der Niederösterreicher Alexander Schmirl an diesem Tag Mann der Stunde: mit 629,0 Ringen konnte er sich im Grunddurchgang auf dem achten Rang platzieren und sich damit den Einzug in das Ranking Match sichern, welches er mit 260,5 Ringen und damit dem dritten Platz abschloss – nur vier Zehntelringe fehlten ihm dabei auf den Einzug in das Match um Silber und damit einem Quotenplatz für die Olympischen Spiele in Paris 2024. Mit 629,1 Ringen und damit nur einem Zehntelring hinter Schmirl konnte Martin Strempfl ebenfalls einen Platz bei den European Gameserreichen. Der Tiroler Tobias Mair lag mit 628,6 Ringen auf dem 12. Platz und hätte damit ebenfalls Anspruch auf einen Quotenplatz. Da pro Nation jedoch nur jeweils zwei Quotenplätze vergeben werden können, wird es letztendlich eine ÖSB-interne Entscheidung werden, wer letztendlich im Juni in Krakau bei den Europaspielen an den Start gehen wird. Mit 624,6 Ringen belegte Patrick Diem (VBG) den 41. Rang und Michael Höllwarth (T) platzierte sich auf dem 55. Rang von gesamt 72 Schützen.

Am letzten Wettkampftag der Europameisterschaften standen die Mannschaftsbewerbe in allen Disziplinen auf dem Programm. Während Österreich mit der Luftpistole keine Frauen- bzw. Männermannschaft stellen konnte, brachte dieser Tag für die Luftgewehr-Teams des ÖSB weitere schöne Erfolge.

Bei den Männern gingen Alexander Schmirl, Martin Strempfl und der Osttiroler Tobias Mair als Team Austria an den Start und boten der internationalen Konkurrenz bereits im Grunddurchgang die Stirn: mit gesamt 940,8 Ringen platzierte sich das Trio hinter den Mannschaften aus Norwegen und Ungarn auf dem dritten Rang von gesamt 14 Teams. Im Ranking Match der besten acht Nationen konnte sich Österreich schließlich auf den zweiten Rang vorarbeiten und erzielte 627,8 Ringe – nur ein Zehntelring fehlte auf das Topresultat der erstplatzierten Serben. Damit hatten Schmirl, Strempfl und Mair ihr Ticket für das Gold Medal Match gegen Serbien sicher in der Tasche, wobei von Beginn an klar war, dass dies kein einfacher Gegner sein würde. Mit 16:2 Punkten musste sich Österreich letztendlich auch geschlagen geben und konnte sich damit über Platz zwei und die erste Medaille bei diesen Europameisterschaften freuen.

Bei den Frauen gingen die beiden Vorarlbergerinnen Sheileen Waibel und Marlene Pribitzer gemeinsam mit Olivia Hofmann (SG Hötting) als Mannschaft für Österreich an den Start und mussten sich dabei gegen 16 gegnerische Teams behaupten. Dabei kamen die drei auf gesamt 938,0 Ringe und damit Rang zehn – 1,1 Ringe fehlten auf eine Platzierung unter den besten acht Teams. Insgesamt konnte Österreich bei diesen Europameisterschaften vier Quotenplätze für die Europaspiele im Juni in Polen, sowie eine Silbermedaille im Luftgewehr-Mannschaftsbewerb und die Bronzemedaille von Alexander Schmirl in der Luftgewehr – Männerklasse erreichen.

Die nächste Herausforderung für die ÖSB-SchützInnen wartete bereits Ende März mit den Österreichischen Meisterschaften und Staatsmeisterschaften für Luftdruckwaffen in Salzburg.

Text: Anna – Susanne Paar

Bilder: ÖSB – Margit Melmer

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