Weltcup in Changwon

Weltcup in Changwon

Nachdem die ersten beiden Weltcup-Veranstaltungen für Gewehr und Pistole im März in Kairo / Ägypten, sowie Ende Mai in Baku / Azerbaijan für das österreichische Nationalteam sehr erfolgreich verlaufen waren, stand von 09. – 22. Juli mit dem ISSF Weltcup in Changwon / Korea die nächste internationale Großveranstaltung auf dem Programm. Auch diese fungiert für die österreichische Delegation auch als Training für die große Europameisterschaft im Herbst in Polen, bei der die ersten Quotenplätze für die olympischen Spiele 2024 in Paris vergeben werden.

Für Tirol ging mit Nadine Ungerank (SG Zell am Ziller), Rebecca Köck (HSV Absam), Tobias Mair (SG Innervillgraten), Georg Zott (SG Söll) sowie Andreas Thum (SG Fügenberg) eine Delegation von fünf Schützen an den Start, um gemeinsam mit weiteren ÖSB Nationalkaderschützen Österreich bei diesem Weltcup zu vertreten. Andreas Thum konnte dabei als RPO-Schütze (Ranking Points Only) an den Start gehen, was bedeutet, dass er außerhalb der Wertung schießt, jedoch mit seinen Platzierungen Punkte für die Weltrangliste sammeln kann.

Als erster Bewerb wurden am Eröffnungswochenende die Luftgewehr-Einzelbewerbe in der Frauen- und Männerklasse durchgeführt. In der Männerklasse gingen insgesamt fünf ÖSB-Athleten an den Start, wobei sich der Steirer Martin Strempfl mit einem Resultat von 628,1 Ringen als bester Österreicher auf Rang vier platzieren konnte. Mit 626,4 Ringen schoss sich der Vorarlberger Patrick Diem, der als RPO-Schütze so wie Andreas Thum außerhalb der Wertung an den Start ging, als zweitbester Österreicher auf Rang sechs. Die drei Tiroler Schützen Tobias Mair, Andreas Thum und Georg Zott belegten im guten Mittelfeld die Plätze 33 (Mair / 624,0 Ringe), 38 (Thum / 622,8 Ringe – RPO) und 47 (Zott / 620,0 Ringe). Mit 631,6 Ringen belegte der Israeli Sergej Richter in diesem ersten Qualifikationsdurchgang den ersten Rang.
Bei den Damen gelang der Zillertalerin Nadine Ungerank mit 625,3 Ringen Platz 30, sowie der Absamer Schützin Rebecca Köck mit 624,3 Ringen der 39. Rang. Am zweiten Finaltag konnte Martin Strempfl letztendlich den siebten Platz belegen und beendete seinen ersten Auftritt in Korea damit mit der ersten Top acht Platzierung für Österreich bei diesem Weltcup.

Die Salzburgerin Sylvia Steiner konnte bei ihrem ersten Auftritt mit der Luftpistole bei diesem Weltcup nicht an ihre letzten Erfolge anschließen und verpasste den Einzug in das Finale des Einzelwettkampfes mit einem Gesamtresultat von 573 Ringen ganz knapp um einen Ring und erreichte damit den neunten Rang. Bei den Herren konnte sich der Niederösterreicher Daniel Kral mit 566 Ringen auf dem 35. Rang platzieren.

Als nächster Bewerb standen am Folgetag die Mixed Teamwettkämpfe mit Luftgewehr und Luftpistole auf dem Programm. Mit dem Luftgewehr gingen mit Rebecca Köck und Martin Strempfl, sowie Nadine Ungerank und Georg Zott zwei österreichische Teams an den Start. Köck / Strempfl konnten letztendlich im 30 Teams umfassenden Starterfeld mit einem Resultat von 627,1 Ringen Platz 11 belegen, wobei nur 1,3 Ringe für den Einzug in das Match um Bronze fehlten.Ungerank / Zott landeten auf Rang 30. Mit 565 Ringen konnte das Team Sylvia Steiner / Daniel Kral im Luftpistolen-Mixed Teambewerb den 13. Platz erreichen, wobei mit 573 Ringen 8 Ringe für eine Qualifikation zu den Medal Matches fehlten.

Am Mittwoch standen für die österreichischen Delegation in Korea die Mannschaftsbewerbe mit dem Luftgewehr auf dem Programm. Bei den Herren gingen neben Martin Strempfl auch die beiden Tiroler Tobias Mair und Georg Zott an den Start, um sich mit neun weiteren Mannschaften im Kampf um die Medaillen zu messen. Mit einem Resultat von 936,9 Ringen konnte das Trio in der ersten Runde den 6. Rang belegen und sich damit erfolgreich für die nächste Qualifikation der besten acht Teams durchsetzen. Das Spitzenresultat kam in diesem Durchgang von der koreanischen Mannschaft, welche sich mit 942,4 Ringen an die Spitze setzen konnte.

In der zweiten Runde ging es für Mair, Zott und Strempfl sehr knapp aus: mit jeweils 20 Schuss je Schützen schoss Tobias Mair mit 209,8 Ringen aus österreichischer Sicht den Topscore und erreichte gemeinsam mit Martin Strempfl und Georg Zott, welche 207,8 und 206,5 Ringe erzielten, ein Gesamtresultat von 624,1. Damit konnte sich Team Austria mit nur acht Zehntelringen Rückstand auf das Team aus Tschechien auf dem fünften Rang platzieren.

Bei den Damen gingen neben der Vorarlbergerin Sheileen Waibel die beiden Tiroler Nationalkaderschützinnen Rebecca Köck und Nadine Ungerank an den Start, um Österreich bei den Mannschaftsbewerben zu vertreten. Mit einem Gesamtresultat von 931,9 Ringen erreichte das österreichische Damenteam im ersten Durchgang, bei dem je Schützin 30 Schuss absolviert werden mussten, den neunten Rang und war damit nur eine Platzierung von der zweiten Qualifikationsrunde entfernt. Das Topresultat kam in dieser Runde von den Inderinnen, die mit 941,8 Ringen auf Platz 1 landeten.

Am Donnerstag wurde im koreanischen Changwon die Qualifikation im 3×20 Dreistellungskampf mit dem Kleinkalibergewehr ausgetragen. Für Österreich gingen mit dem Niederösterreicher Alexander Schmirl (RPO), dem Tiroler Andreas Thum, sowie Patrick Diem (RPO – VBG), Bernhard Pickl (NÖ) und Tobias Mair (VBG) insgesamt fünf Schützen an den Start. Alexander Schmirl erreichte dabei, obwohl als RPO-Schütze (Ranking Points Only – Ergebnis zählt nur für die Weltrangliste) nicht in der offiziellen Wertungsliste, mit einem Resultat von 587 Ringen den hervorragenden 6. Rang. Andreas Thum folgte mit 583 Ringen auf Rang 19, wobei ihm nur drei Ringe auf eine Qualifikation für das Finale fehlten. Patrick Diem erreichte mit 582 Ringen Rang 23, gefolgt von dem Niederösterreicher Bernhard Pickl mit 580 Ringen (Rang 33) und Tobias Mair mit 568 Ringen auf dem 48. Platz. Das Top-Resultat kam in diesem Durchgang von dem Inder Aishwary Tomar, der sich mit 593 Ringen an die Spitze der Qualifikation setzen konnte.

Ein weiteres Top-Resultat kam am darauffolgenden Samstag von der Salzburgerin Sylvia Steiner, die sich mit der 25m Pistole und einem Ergebnis von 583 als Vierte für das Finale qualifizieren konnte und dieses mit dem starken 6. Rang abschloss – es fehlte nur ein Treffer für den Einzug in das Medal Match.
Ebenfalls am Samstag wurden die Einzelbewerbe in der Damenklasse im 3×20 Dreistellungskampf mit dem Kleinkalibergewehr ausgetragen. Mit Nadine Ungerank, Sheileen Waibel und Rebecca Köck gingen drei ÖSB-Athletinnen in dieser Disziplin an den Start. Rebecca Köck konnte sich an diesem Tag in ihr erstes Weltcup-Einzelfinale schießen: mit einem Gesamtresultat von 586 Ringen erreichte sie im ersten Qualifikationsdurchgang den starken sechsten Rang und trat damit unter den besten acht Schützinnen am kommenden Sonntag im Finale an. Nadine Ungerank erreichte mit 579 Ringen den 29. Platz und Sheileen Waibel mit 573 Ringen Rang 44. Das beste Resultat in dieser Qualifikation kam mit 590 Ringen von der Deutschen Anna Janssen.

Im Finale, das am Folgetag ausgetragen wurde, konnte die Absamer ÖSB-Kaderathletin erneut eine Top-Platzierung erreichen. Nach der ersten Serie mit 2×5 Schuss im Knieend lag Köck auf dem dritten Rang, ringgleich nach den beiden Serien im Liegend auf den vierten Platz und konnte sich letztendlich nach dem Durchgang im Stehend sogar hinter der führenden Deutschen Anna Janssen auf den zweiten Platz vorarbeiten. Letztendlich beendete Rebecca Köck ihr erstes Einzelfinale in einem Weltcup auf dem vierten Rang, wobei nur ein Ring auf die Bronzemedaille fehlte.

Bericht: Anna-Susanne Paar

Bilder: ÖSB

 

 

 

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